Ein wenig über ...

UNSERE GESCHICHTE

1820

Gründung der Musikkapelle durch Pfarrer Viktor Girtler, deren Kapellmeister bis 1860 die Geistlichen Herren waren. Bis zum Aufschwung durch die Erbhuldigung im Jahr 1838 handelte es sich um eine reine Blechharmoniemusik.

1868

Als Sparmaßnahme werden alle Jäger- und Battallionsmusikbanden aufgelöst. Die Musikkapelle ergreift die Gelegenheit und kauft günstige Instrumente und Notenmaterial ein.

1890

Gründung der Feuerwehr Kiens, welche sich auch eine Montur zulegt. Somit tat dies auch die Musikkapelle und wurde gleichzeitig zur Feuerwehrkapelle ernannt. Bis vor diesem Zeitpunkt war die Kapelle stets nur in der üblichen bäuerlichen Sonntagskleidung ausgerückt. Man rückte allerdings auch später – so zur faschistischen Ära – auch wieder in der Feuerwehruniform aus, dies sozusagen gezwungenerweise.

1896

Als große Anerkennung für die musikalische Stärke der Kapelle, muss die Teilnahme am Festzug am 27.September 1896 in Innsbruck gewertet werden. Es wurde der vor 100 Jahren erfolgten Weihe Tirols an das Herz Jesu gedacht. Anlässlich dieser Jubiläumsfeier kam es zur Anschaffung eine „Nationaltracht“. Wie diese Tracht ausgesehen haben mag ist unklar, wahrscheinlich die Schützentracht von 1901.

1907

Die Musikkapelle spielt zur Weihe der Schützenfahne der Schützenkompanie Kiens auf.

1908

Teilnahme am Festzug zum 50. Regierungsjubiläum von Kaiser Franz Josef. In dieser Zeit werden noch mehr Instrumente aus dem österreichischen k.u.k. Regiment gekauft.

1914

Beim Gartenfest am 24.Juli 1914 überreichte die Gemeindeverwaltung dem damaligen Kapellmeister Josef Happacher (Bintaseppl) einen Tambourstab und eine Schleife mit Goldborten als Zeichen des Dankes. Sie trägt die Inschrift „Musikkapelle Kiens 1820-1914“ und wird noch heute vom Stabführer getragen.

1914 – 1918

Der Erste Weltkrieg bringt die Tätigkeit der Kapelle fast zum Erliegen. Die meisten Musikanten waren eingezogen worden, und so rückten die Alten und ganz Jungen zu Prozessionen und Begräbnissen aus.

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1920

100 jähriges Bestehen der Musikkapelle Kiens.
Auftritt bei der Einweihung des Kriegerdenkmals in Ehrenburg am 12. Dezember 1920

1925

Nach dem 1. Weltkrieg machten es die faschistischen Machthaber den Musikanten sehr schwer. Grundsätzlich war jede Ausrückung der Kapellen vom jeweiligen Podestá abhängig. Auch war den Faschisten die Tracht ein Dorn im Auge. Mit dem Dekret vom 9.Juni 1925 erfolgte die behördliche Auflösung aller deutschen profanen Vereine Südtirols und die Beschlagnahme sämtlicher Inventare. Dass in Kiens die Auflösung trotz dessen nicht erfolgte und das Inventar nicht in Beschlag genommen wurde kann nur durch spärlichen Schriftverkehr gedeutet werden, da einschlägige Aussagen von Zeitzeugen fehlen.

1939

Aufgrund des Umsiedlungsabkommens zwischen Hitler und Mussolini wandern viele der Musikanten aus oder werden einberufen.

1946

Beim Wiederaufbau der Musikkapelle Kiens, nach dem 2. Weltkrieg, hatten zwei Musikanten sich große Verdienste erworben. Josef Happacher sammelte in Bad Ilstern junge Musikanten um sich und Johann Holzer machte in Kiens dasselbe. 1946 präsentierte sich somit die Kapelle wieder in gewohnter Stärke.

1948

Beitritt zum soeben gegründeten Verband der Südtiroler Musikkapellen.

1950

Neue Instrumente, um die Kapelle von der hohen Stimmung auf die normale umzustellen wurden gekauft. Eine neue Tracht wird bestellt und feierlich eingeweiht. Die Tracht besteht aus schwarzer Hose, weißem Hemd, rotem Leibchen, grünen Hosenträgern und brauner Joppe mit schwarzem Hut.

1957

In dieses Jahr fällt die Anschaffung und Weihe der Fahne, dessen Patenschaft Frieda Engl (Metzga Frieda) übernahm.

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1958

Von 1958-64 nahm die Musikkapelle an verschiedensten Veranstaltungen und Wettbewerben teil.

1962

Beginn der Freundschaft mit der Musikkapelle Kusterdingen (D).

1995

175-jähriges Jubiläum der Kapelle mit großem Festakt. Es wird die erste Chronik vorgestellt.

Die Musikkapelle belebt die seit Jahren vegetierende Tradition des Kirchtagfestes und führt den Kiena Kirschta von nun an jährlich fort.

2001

Auch 2001 nimmt die Kapelle unter dem damaligen Kapellmeister Ralf Troger zum ersten mal an einem Wertungsspiel in der Oberstufe teil. Mit Erfolg!

2007

Der Ausschuss des Jahres 2001 – 2007 arbeitete unermüdlich an der Einkleidung der gesamten Kapelle mit einer neuen Tracht. 2007 war es endlich soweit, die Kapelle wird mit einer originalen Pustertaler Tracht komplett neu eingekleidet.

2012

Im Juli nahm die Kapelle mit Ulrich Seebacher als Stabführer beim Marschierwettbewerb in Sand in Taufers in der Stufe C teil und erreichte mit 90,26 Punkten den Tagessieg.

2016

Beim VSM-Wertungsspiel in Toblach am 21. Mai 2016 erzielten wir 86 Punkte in der Leistungsstufe „C“.

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